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Erfurt - Aus Besorgnis vor einer schrittweisen Abschaffung des Bargeldes hat die AfD-Fraktion im Thüringer Landtag dazu heute eine aktuelle Stunde einberufen. Finanzministerin Heike Taubert hat sich während der Debatte für eine Obergrenze bei Bargeldgeschäften und die Abschaffung der 500-Euro-Banknote ausgesprochen. „Damit hat sie die Befürchtungen der AfD-Fraktion bestätigt. Die Kriminalitäts- und Terrorbekämpfung, die Frau Taubert und andere Altparteienpolitiker als Argumente gerne vorbringen, sind in unseren Augen nur ein Vorwand“, erklärte Björn Höcke, Vorsitzender der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag.

Frankfurt am Main – Der bekannte US-Ökonom Kenneth Rogoff, einst Chefvolkswirt des IWF, setzt sich leidenschaftlich für eine Abschaffung von Banknoten mit hohen Nennwerten ein – angeblich, um Kriminellen einen Strich durch ihre krummen Geschäfte zu machen und Steuerhinterziehung zu erschweren. Ähnlich wie der Harvard-Professor argumentiert auch der deutsche Wirtschaftswissenschaftler Peter Bofinger, der zudem der Ansicht ist, dass Bargeld den Zahlungsverkehr „ungemein“ erschwere. Dies lasse sich bereits an der verlorenen Zeit festmachen, „wenn Leute vor Ihnen an der Ladenkasse nach Kleingeld suchen und die Kassiererin nach Wechselgeld“, so der Würzburger Volkswirtschaftsprofessor und sogenannte Wirtschaftsweise.

Redaktion