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Potsdam - Die Ministerpräsidenten der neuen Bundesländer wehren sich gegen den Vorwurf, Fremdenfeindlichkeit sei ein ostdeutsches Phänomen. Natürlich nehme man Übergriffe „sehr ernst“, es handele sich aber um eine bundesweite Entwicklung. Auch in Bayern und Baden-Württemberg habe es schließlich Brandanschläge auf Asylheime gegeben.

Suhl - Die schweren Krawalle von Asylbewerbern am Asylbewerberheim im thüringischen Suhl haben möglicherweise politische Konsequenzen. Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sprach sich nun für die vorausschauende Trennung von Asylsuchenden aus konfliktträchtigen Glaubensrichtungen und Ethnien aus, um den Konfliktstoff aus den Heimen zu nehmen. Er sieht in diesem Zusammenhang vor allem den Bund in der Pflicht, der schon bei der Verteilung auf die einzelnen Bundesländer darauf achten solle, dass konfliktträchtige Gruppen nicht zusammen untergebracht werden. Die Asylbewerber aus den Ländern des westlichen Balkans sollen an vier bundesweiten Standorten untergebracht werden, die in der Verantwortung des Bundes stehen sollen. Ramelow dazu weiter: „Dann kann der Bund auch die Abschiebungen organisieren.“

Samstag, 08 August 2015 16:05

Bodo Ramelow geht in Asylwelle unter

Erfurt - Der linke Ministerpräsident von Thüringen, Bodo Ramelow, wollte es anders halten als seine Kollegen aus SPD und CDU. Mit seiner ersten Amtshandlung nach seiner Wahl, dem Winterabschiebestopp für Asylantragsteller, wollte er ein Zeichen setzen: Unter der Linken wird es eine bessere, eine menschlichere Asylpolitik im Freistaat geben. Nun ist das unvermeidliche Gegenteil eingetroffen: Die Suhler Erstaufnahmeeinrichtung platzt aus allen Nähten, die Bewohner bekriegen einander, die hygienischen Zustände sind unterirdisch.

Redaktion