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Hamburg – Die Deutschen sorgen sich um ihren Lebensstandard im Alter und scheuen nach wie vor riskante Anlageformen. Investitionen in Immobilien als „Betongold“ erfreuen sich deshalb ungebrochener Beliebtheit. Die Immobilienbranche hat in den letzten Jahren durch die Digitalisierung der Finanzierung einen beträchtlichen Innovationsschub erlebt. Eine tragende Rolle spielen dabei Crowdinvesting-Plattformen wie Exporo. Abgeleitet aus den englischen Wörtern für „Menschenmenge“ und „Investieren“ versteht man darunter das Zusammenwirken von Kleinanlegern, die ihre Finanzkraft bündeln, um sich den Immobilienmarkt zu erschließen. Die von Simon Brunke, Björn Maronde, Julian Oertzen und Tim Bütecke Ende 2014 gegründete Exporo AG hat inzwischen 190 Immobilienprojekte erfolgreich mitfinanziert und dafür 388 Millionen Euro Kapital vermittelt. Rund 127 Millionen Euro sollen schon an die Anleger zurückgezahlt worden sein, Teilbeträge auch früher als vertraglich vereinbart.

Hamburg – Als Reaktion auf die Erschütterung des Neuen Marktes 2001 und die Finanzkrise 2008 sind verschiedene Maßnahmen zur Regulierung der Kreditvergabe von Banken eingeführt worden, die in der Fachwelt als Basel II- und Basel III-Bestimmungen bezeichnet werden.„Basel II“ und „Basel III“ haben die Mindestkapitalanforderungen an Darlehensnehmer deutlich erhöht, um das internationale Bankensystem krisensicherer zu machen. Was aus Sicht der Finanzpolitiker Sinn macht, tut es aus der Perspektive der Wirtschaftspolitiker nicht. Durch das Drehen an der Regulationsschraube bekommen viele Unternehmen immer seltener die Investitionskredite, die sie dringend brauchen. Gerade für Immobilienentwickler und Bauträger wurden die Fremdfinanzierungsmöglichkeiten durch deutlich höhere Eigenkapitalvorgaben erschwert. Weil Baugesellschaften meist an mehreren Projekten gleichzeitig arbeiten, haben sie einen hohen Eigenkapitalbedarf. Trotzdem müssen sie bei Projektfinanzierungen extrem hohe Eigenkapitalquoten erfüllen.

Redaktion