winzerin-vom-rhein.de

Publiziert in Unternehmen

Smarte Birne?

Deutsche Lichtmiete: Alexander Hahn vermietetet Licht

Freitag, 22 Dezember 2017 15:33 geschrieben von  Corinna Bergmann
Deutsche Lichtmiete: Alexander Hahn vermietetet Licht QUELLE: PIXABAY.COM - CC0 Creative Commons

Oldenburg - Alexander Hahn hat inzwischen aus der niedersächsischen Deutsche Lichtmiete Gruppe ein echtes smartes Geschäftsmodell geformt. Kein Geld mit Licht, sondern eher mit Lampen, die selbiges erzeugen, möchten Hahn und Kollegen verdienen. Das läuft gut und passt irgendwie auch in die Zeit. Aber dennoch ist das Konzept des Unternehmens „Deutsche Lichtmiete Vermietgesellschaft mbH“ ein ebenso ungewöhnliches wie revolutionäres.

So berichtet die HESSEN DEPESCHE: "Aus der Frustration nach einem Kauf schlechter Energiesparlampen im Jahr 2008 ist mittlerweile ein von Lieferanten und Banken unabhängiges Unternehmen mit eigener Produktion geworden. Die Geschäftsidee: Unternehmen mieten bei der Deutschen Lichtmiete hochqualitative und in Deutschland hergestellte LED-Lampen für Fabrikräume und sparen Strom. Hohe Anschaffungskosten sind nicht erforderlich, da die Lampen nicht gekauft, sondern gemietet werden. Gegenüber den mittlerweile ebenfalls gängigen Leasingmodellen liegt der Vorteil auf der Hand: Während bei Leasing-Lampen der Leasingnehmer für die Funktionstüchtigkeit und Wartung zuständig ist, ist es bei der Lichtmiete der Vermieter und damit das Unternehmen um Alexander Hahn.

Über 70 Mitarbeiter stellen in Oldenburg hochqualitative LED-Lampen her

Damit sich das lohnt hat Hahn nach mancher Enttäuschung mit der minderwertigen Qualität zum Verkauf stehender LED-Lampen den Entschluss gefasst, in Oldenburg eine eigene Produktion hochzuziehen. Mittlerweile arbeiten dort über 70 Mitarbeiter, die Lampen in einer so hohen Qualität herstellen, dass die Deutsche Lichtmiete von einer mit 11 Jahren doppelt so langen wie bei herkömmlichen LED-Lampen üblichen Lebensleistung ausgeht. Während Verkaufs-LEDs oftmals nach einigen Jahren kaputtgehen sollen, damit neue verkauft werden können, geht es Hahn bei seinen Miet-LEDs natürlich darum, als Vermieter selbst möglichst geringe Wartungskosten zu haben. Diese Interessenskollision zwischen der „Deutschen Lichtmiete“ und der LED-Industrie konnte letztlich nur durch eine komplett eigene, in Handarbeit in Oldenburg erfolgende Produktion gelöst werden.

Investoren sind vom Geschäftsmodell begeistert: Schon 30 Millionen Euro wurden investiert

Finanzieren konnte Hahn diesen Schritt nur durch Direktinvestments von Kapitalgebern. 30 Millionen Euro von etwa 1000 Anlegern hat er generieren können. Wer sich an dem Geschäftsmodell beteiligen möchte, muss mindestens 5800 Euro in die Hand nehmen und kann diese direkt in die LED-Lampen investieren, die anschließend an die Deutsche Lichtmiete zurückvermietet werden, die sie an finanzkräftige Unternehmen weitervermietet. Kunden findet das Unternehmen reichlich: 2016 konnte man sich über 16 Millionen Euro Neugeschäft freuen.

Monatlich erhalten die Anleger des „LichtmieteEnergieEffizienz A+ Direkt-Investitions-Programmes“ einen Anteil des auf diesem Weg erwirtschafteten Mietzinses und am Ende der Mietlaufzeit wird die LED-Anlage von der Deutschen Lichtmiete zu einem vertraglich garantierten Preis von etwa 40 Prozent des Neuwerts zurückgekauft. Das auf den ersten Blick etwas kompliziert anmutende Modell entpuppt sich bei näherer Betrachtung als clevere Möglichkeit, an der Energiewende in Unternehmen zu partizipieren. Alexander Hahn will die Lampen künftig noch weiter verbessern und „smart“ machen: Man darf gespannt sein."

Die Idee und das Unternehmen sollte man im Auge behalten.

Artikel bewerten
(3 Stimmen)
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten

Redaktion