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Crowdinvesting-Plattform der Hamburger Exporo AG schließt Finanzierungslücken

Johann Herresthal von der M-Immo AG finanziert mit Exporo-Hilfe das Projekt „Gabbro-Haus“ in Mühltal

Dienstag, 09 April 2019 23:48 geschrieben von 
Logo der M-Immo AG Logo der M-Immo AG Quelle: Screenshot vom 09.04.2019 | https://www.m-immo-ag.de/m-immo-ag

Wiesbaden/Mühltal – Die von Johann Herresthal gegründete und geführte Metropol Immobilien Rhein-Main AG hat sich als Projektentwickler im Rhein-Main-Gebiet einen guten Namen gemacht. Obwohl sich diese boomende Wirtschaftsregion über das südliche Hessen und Teile von Rheinland-Pfalz und Bayern erstreckt, denkt bei dem Namen jeder zuerst an Frankfurt am Main. Aber die Region an Rhein und Main ist viel mehr als das Bankenzentrum mit seinem internationalen Groß-Flughafen. Die Mittelgebirge Taunus, Vogelsberg, Spessart, Odenwald und Hunsrück sowie die Flusslandschaften prägen einen hochattraktiven Lebensraum mit viel Natur, Kultur und Geschichte. Durch die hervorragende Arbeitsmarktlage übt das Rhein-Main-Gebiet eine besondere Sogwirkung aus und lässt die Bevölkerung stetig wachsen. Die verstärkte Nachfrage nach Wohnraum sorgt für deutlich steigende Mieten und Immobilienkaufpreise.

Das Nachfragehoch schlug sich auch im Immobilienmarktbericht der hessischen Landesregierung für das Jahr 2017 nieder, der im Sommer letzten Jahres vorgestellt wurde. Demnach mussten die Hessen für Wohnungen und Häuser vielerorts immer tiefer in die Tasche greifen. In den Ballungsräumen waren die Preissprünge erwartungsgemäß besonders groß. Dem Immobilienmarktbericht zufolge wurden 2017 hessenweit Kaufverträge im Wert von 22,4 Milliarden Euro abgeschlossen – das ist im Vorjahresvergleich eine Steigerung um 16 Prozent. Frankfurt war erneut der umsatzstärkste hessische Immobilienmarkt: In der Main-Metropole stieg der Wert der Abschlüsse um satte 36 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro. Hohe Immobilienerlöse gab es auch im Hochtaunuskreis und im Main-Taunus-Kreis. 2017 kostete ein gebrauchtes, freistehendes Einfamilienhaus im Durchschnitt 320.000 Euro und damit 4,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Preise für Eigentumswohnungen kletterten sogar um 13,5 Prozent auf 3.350 Euro je Quadratmeter. Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) nannte die Wachstumsdynamik auf dem hessischen Immobilienmarkt „ungebrochen“ und führte sie auf billige Immobilienkredite und mangelnde Anlagealternativen für Investoren zurück.

Dieses Marktumfeld nutzte auch dieMetropol Immobilien Rhein-Main AG von Johann Herresthal für eine rege Bautätigkeit. Mit wachsendem Erfolg wurde die Rhein-Main-Region für den Immobilienentwickler aber irgendwann zu „eng“ und man nahm sich Bauprojekte in ganz Deutschland vor. So reifte die Erkenntnis, dass die Metropol Immobilien Rhein-Main AG mit ihrem Regionalbezug im Namen dem überregionalen Anspruch nicht mehr gerecht wird. Deshalb ging das 2003 gegründete Unternehmen in der Wiesbadener M-Immo AG auf.Vorstandschef Johann Herresthal und Aufsichtsratsvorsitzender Jean-Marc Jansen haben das neue Unternehmen auf Bestandsimmobilien, den Neubau und die Sanierung von Immobilien im WEG-Bereich und die Realisierung von Reihenhausprojekten ausgerichtet. Die M-Immo AG erklärt zu diesen drei Schwerpunktbereichen: „Bestandsimmobilien werden von uns nur im Rhein-Main-Gebiet erworben und entwickelt. Der Neubau von Immobilien und die Vermarktung der geschaffenen Eigentumswohnungen erfolgt nur in den Metropol-Regionen, da wir für unsere Kunden langfristige Anlageformen in stabilen Märkten anstreben. Reihenhausprojekte realisieren wir deutschlandweit, wenn wir einen geeigneten Standort für eine Bebauung gefunden haben. Die Objektauswahl und die Entwicklung des Grundstücks ist die aktuelle Herausforderung für eine erfolgreiche Umsetzung. Zusammen mit unserem Kooperationspartner Wengerter Bau schaffen wir auf dem Grundstück Baurecht inklusive aller für den eigentlichen Bau notwendigen Vorbereitungen und übergeben dann für die Bauausführung an Wengerter Bau.“

Ziel der Aktiengesellschaft ist es erklärtermaßen, Grundstücke zu möglichst günstigen Marktpreisen zu erwerben und zu bebauen beziehungsweise Immobilien zu sanieren, um anschließend durch deren Vermietung oder Verkauf Gewinne zu erzielen. Die Projektentwicklung umfasst dabei alle Teilschritte vom Grundstückserwerb über die Baurealisierung bis zur Vermietung und Veräußerung. „Als Entwickler kümmern wir uns um viele Aspekte: um die Planung und Durchführung, die Finanzierung, Vertragsabschlüsse mit Baufirmen, Qualitätskontrolle, Einhaltung des Zeitplans und Kostenrahmens sowie die anschließende Vermarktung“,heißt es unternehmensseitig. „Als Gesamtverantwortliche haben wir dabei immer eines vor Augen: jedes einzelne Projekt so zu steuern, dass die gesteckten Gewinnziele erreicht werden.“ Jedes der Projekte werde als „eigene Einheit abgewickelt“ – meist als „Objekt-KG, an der die M-Immo AG oder eine Tochtergesellschaft grundsätzlich jeweils mit mindestens 51 Prozent beteiligt ist und damit die Planungshoheit besitzt“. Als Referenzobjekte werden Immobilien in Frankfurt am Main, Rüsselsheim, Wiesbaden, Rüdesheim, Weiterstadt, Heppenheim, Darmstadt, Zwingenberg und Groß-Gerau genannt.

Unverrückbare Investitionskriterien sind eine langfristige Vermietung mit Gewinnperspektive, die Standortqualität in einer Metropol-Region, ein angemessener Kaufpreis, eine Mietrendite mit Steigerungspotenzial sowie eine Risikostreuung durch Objektkosten von nicht mehr als zehn Millionen Euro. Diese Kriterien erfüllen alle Objekte, die die M-Immo AG über Tochtergesellschaften erworben hat.

So ist die Objektgesellschaft Eberstädter Straße GmbH für die Errichtung eines dreigeschossigen Mehrfamilienhauses plus Staffelgeschoss in Mühltal verantwortlich. Die 15.000-Einwohner-Gemeinde liegt nur knapp acht Kilometer von der Universitätsstadt Darmstadt und ca. 45 Kilometer vom Frankfurter Zentrum entfernt und ist damit trotz ihrer Naturnähe verkehrstechnisch sehr gut angebunden. In der Eberstädter Straße entsteht bis Jahresende auf rund 2.900 Quadratmetern ein Dreigeschosser mit 33 Wohn- sowie vier bis fünf Gewerbeeinheiten. Die Eigentumswohnungen entsprechen der neuesten Energieeinsparverordnung „EnEV 2016“ und bestechen durch helle Räume mit einer hochwertigen Ausstattung wie Eichenparkett und Fußbodenheizung. Ihre Größe zwischen 45 und 131 Quadratmetern bietet sowohl Alleinlebenden als auch Familien ideale Wohnbedingungen. Durch Tiefgaragen- und Außenstellplätze wird es für die Bewohner des „Gabbro-Hauses“ keine Parkplatzprobleme geben. Der Name bezieht sich auf den Naturstein aus den Mühltaler Steinbrüchen, der beim Hausbau Verwendung finden wird.

Die Gesamtkosten für das „Projekt Mühltal“ in Höhe von 8.596.000 Euro deckt die M-Immo AG durch Reinvestitionen aus Wohnungsverkäufen, Fremdkapital, Eigenkapital und Investitionskapital. Für die Einwerbung der Investitionsmittel in Höhe von 800.000 Euro setzt sie auf die bewährte Crowdinvesting-Plattform der Hamburger Exporo AG. Das von Simon Brunke geführte FinTech hat sich auf digitale Immobilieninvestments spezialisiert. Die Idee ist, Projektträgern bei der Kapitalbeschaffung zu helfen und Investoren renditeträchtige Anlagemöglichkeiten zu bieten, zu denen sie bislang aufgrund der hohen finanziellen Hürden keinen Zutritt hatten. Die Finanzierungslücke bei der Mühltal-Immobilie ist durch Exporo bereits zu 85 Prozent geschlossen. Noch können sich Anleger über den Online-Marktplatz aber mit Beträgen ab 500 Euro beteiligen. Dafür winkt ihnen eine endfällige Verzinsung in Höhe von 6,0 Prozent pro Jahr. Über Chancen und Risiken der dabei verwendeten Nachrangdarlehen sollte sich jeder Investor kundig machen.

Letzte Änderung am Mittwoch, 10 April 2019 14:16
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Redaktion