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Publiziert in Verbraucherschutz

Anteil der Solarenergie an Stromerzeugung wird wegen Kohleausstieg deutlich steigen

Profitiert auch Solar-Experte Konstantin Strasser (MEP Werke) vom beschlossenen Kohleausstieg?

Dienstag, 26 Februar 2019 12:20 geschrieben von  Edgar Beheim
Profitiert auch Solar-Experte Konstantin Strasser (MEP Werke) vom beschlossenen Kohleausstieg? Quelle: PIXABAY.COM (CC0)

München – Ende Januar hat die Kommission für „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ ihren mit Spannung erwarteten Plan zum Ausstieg aus der klimaschädlichen Braunkohleförderung vorgelegt. Das Gremium, das unter dem Namen „Kohlekommission“ bekannt ist, will, dass Deutschland spätestens 2038 als eines der ersten Industrieländer der Welt neben Erdgas fast komplett auf erneuerbare Energien setzt. Da die Bundesregierung die Vorschläge der Kommission bereits abgesegnet hat, wird im Jahr 2038 definitiv das letzte deutsche Kohlekraftwerk abgeschaltet. 2032 soll geprüft werden, ob das Ausstiegsdatum vielleicht schon auf 2035 vorgezogen werden kann. Beschlossen wurde zudem ein schrittweiser Kohleausstieg: Bis 2022 soll die Kohleverstromung um ein Viertel zurückgehen und bis 2030 um mehr die Hälfte sinken. Den meisten Umweltverbänden ist das zu spät, weil ihnen zu viel Zeit für den Klimaschutz verloren geht.

Auch der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW) hat sich zu Wort gemeldet und die Bundesregierung aufgefordert, die Empfehlungen der Kohlekommission schnell und ohne Abstriche in Gesetzesform zu gießen. Gleichzeitig müsse der Ausbau der erneuerbaren Energien deutlich beschleunigt werden, damit in Deutschland keine „Energielücke“ entstehe. Ohne ein Ausbaubeschleunigungsgesetz für erneuerbare Energien als Antwort auf die Pläne der Kohlekommission bestehe die große Gefahr, dass der Energiebedarf statt aus Atom- und Kohlekraftwerken zukünftig vor allem durch Energieimporte oder heimische Gaskraftwerke gespeist werde. Die deutschen Klimaschutzziele seien so unerreichbar.

BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig verwies auf die Wichtigkeit der Sonnenenergie, deren großflächige Nutzung endlich von unnötigen Investitionshindernissen befreit werden müsse: „Erste in Planung befindliche förderfreie Solarparks sowie die Ergebnisse der jüngsten Photovoltaik-Auktionen belegen, wie preiswert und leistungsfähig die Solarenergie inzwischen ist. Die Zeit ist reif, bestehende solare Investitionsbarrieren in der Stadt und auf dem Land zu beseitigen und die EE-Ausbauziele auf die neuen Energie- und Klimaziele auszurichten. Wir hoffen auf eine zügige Gesetzesvorlage, welche diesen Ansprüchen Rechnung trägt.“ In den 2020er-Jahren müssten die jährlichen Ausbauziele für Solarenergie mindestens verdreifacht werden. Sollten nennenswerte Fortschritte bei der Energieeffizienz ausbleiben, dann sind nach Überzeugung des BSW noch wesentlich höhere Solar-Zuwachsraten zur klimafreundlichen Deckung des Energieverbrauchs notwendig. Statt gesetzlicher Beschränkungen „benötigen wir einen Solar-Turbo. Unsere Branche steht mit preiswerten und innovativen Solar-, Hybrid- und Speicherlösungen bereit, die sich mit Hilfe der Digitalisierung und moderner Energiemanagementsysteme ausgezeichnet in die Strom- und Wärmeversorgung integrieren lassen“, erläuterte Carsten Körnig.

Neben den Betreibern großer Solarparks hängt der Erfolg der Energiewende im Zeichen des Kohleausstiegs maßgeblich von Unternehmen wie der MEP Werke GmbH (My Energy Partner) ab. Mit großem Erfolg vermietet und verkauft sie Dach-Solaranlagen an private Hauseigentümer, die schnell, preiswert und unkompliziert die Sonnenenergie nutzen wollen. Da Windkraftanlagen, Wasserkraftwerke und Biogasspeicher nur von Unternehmen betrieben werden können, stellen sich viele Menschen die Frage, wie sie selbst Ökostrom erzeugen, nutzen und speichern können. Die MEP Werke aus München glauben darauf die richtige Antwort gefunden zu haben: „Unsere Vision ist es, saubere Energie sowie innovative Technologien vom Privileg Einzelner zu etwas ganz Normalem zu machen. Mit unseren Solaranlagen zur Miete, Finanzierung und zum Kauf bieten wir für jeden Hausbesitzer das richtige Modell, um einen Beitrag für eine grüne Zukunft zu leisten.“

In der Tat fallen bei der Anmietung einer MEP-Solaranlage vergleichsweise geringe Startinvestitionen an, um zügig von den Kostenvorteilen der Sonnenenergie zu profitieren. Zur Jahrtausendwende lagen die Solarstrompreise noch deutlich über 70 Cent je Kilowattstunde. Bei den neuen Solarparks der Megawattklasse liegen die Preise nun mehr als 90 Prozent darunter. Nach aktuellen Zahlen der Bundesnetzagentur kostet eine Kilowattstunde Solarstrom derzeit nur rund fünf Cent. Selbst der Strom aus neuen Kohlekraftwerken kostet mit rund sechs Cent je Kilowattstunde mehr. Würde man hier die Gesundheits- und Klimafolgekosten einrechnen, läge man sogar bei rund 15 Cent je Kilowattstunde. Aber auch bei Eigenheimbesitzern mit einer Solaranlage auf dem Hausdach sind die Ökostromkosten deutlich gesunken. Das liegt nicht nur, aber auch am Einsatz von hocheffizienten Solarbatterien, deren Preise seit 2013 um mehr als 50 Prozent gesunken sind. Photovoltaikanlagen mit Solarstromspeichern erhöhen die private Energieunabhängigkeit undentlasten das örtliche Stromnetz, weil sie durch die Bereitstellung von sogenannter Blindleistung Erzeugungs- und Verbrauchsspitzen abfedern.

Mit ihrem Mietmodell „Switch Solar“ bieten die MEP Werke die Montage genau solcher Energiespeicher samt einem 20-jährigen Servicepaket an. Hinzu kommen individuelle Finanzierungsoptionen für ein ganzheitliches Strommanagement. Der Gründer und Geschäftsführer des Münchner Solar-Dienstleisters, Konstantin Strasser, zieht fünf Jahre nach Markteinführung von „Switch Solar“ ein positives Fazit: „Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, mittlerweile rund 10.000 deutschen Haushalten unkompliziert und bezahlbar den Zugang zu grüner Energie zu ermöglichen. Unser Ziel ist es nun, nicht nur weiter zu wachsen, sondern auch unser Angebot um weitere Produkte im Bereich Energie und Haushalt zu ergänzen. Insgesamt wollen wir dem Kunden ein Komplettangebot bieten für einen grünen und sicheren Haushalt ohne hohe Investitionskosten oder großen Aufwand.“ Bislang trägt Photovoltaik mit rund acht Prozent zum Stromverbrauch Deutschlands bei. Mit dem Ende 2022 vollzogenen Atomausstieg und dem Ende der Kohleverstromung bis spätestens 2038 wird die Solarenergie einen massiven Aufschwung erleben und ihren Anteil an der Stromerzeugung deutlich erhöhen.

Die MEP Werke können für ihren weiteren Wachstumskurs die Kapitalerhöhung durch die PI Solar GmbH deshalb sehr gut gebrauchen. Das österreichische Investment-Unternehmen hat sich nun mit 19,5 Millionen Euro beteiligt. „Wir freuen uns sehr, dass ein renommiertes Investment-Unternehmen signifikant Eigenkapital in die MEP Werke GmbH eingebracht hat. Insbesondere vor dem Hintergrund der Herausforderungen, denen wir uns im vergangenen Jahr stellen mussten, bestätigt uns dies das anhaltende Vertrauen der Investoren, die an uns und den Erfolg unseres Geschäftsmodells glauben“, erklärt Strasser. Über eine europaweite Finanzierungsstruktur sind schon der institutionelle Investor NN Investment Partners (zuvor Delta Lloyd Asset Management) mit 30 Millionen Euro sowie die NIBC Bank Deutschland AG mit ursprünglich 35 Millionen Euro am MEP-Geschäftsmodell beteiligt. So können die Münchner ihre für 2019 geplanten Produkteinführungen und -erweiterungen problemlos finanzieren.

Letzte Änderung am Donnerstag, 28 Februar 2019 01:12
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